Spätherbst

Ein wesentliches Indiz ist die Blattverfärbung der Stieleiche

Die Laubfärbung hängt immer auch vom Wasser ab, das der Baum während der Wachstumsperiode zur Verfügung hatte. So lässt sich eine frühe Verfärbung für das Breisgau und eine späte für Mecklenburg -Vorpommern erklären. In Hessen setzte sie nach dem 10. Oktober ein, ist aber z.B. in manchen Gebieten Biebertals noch nicht sehr ausgeprägt. Die folgenden Fotos zeigen einen Ausschnitt von dem Waldstück am Krippenweg, wo im vergangenen Herbst Bäume gefällt wurden.

Die Buchenblätter sind bereits bunt, die Eichen z.T. noch grün (linkes Bild ganz rechts oben)

Weitere Anzeichen für den Spätherbst sind die Blattverfärbung der Rosskastanie, der Eberesche, der Hängebirke, der Lärche und der Rotbuche. In der Landwirtschaft wird um diese Zeit noch Winterweizen gesät, wobei manche Sorten sowie der Winterroggen bereits aufgegangen sind. Bei späten Weinreben beginnt jetzt erst die Lese.

Für Gärtner/innen ist der Spätherbst von Bedeutung, weil man eventuelle Nachtfröste im Auge haben muss. Die folgende Graphik zeigt die Wahrscheinlichkeit für Frost an der Messstation Wettenberg.

Bis Mitte November liegt die Wahrscheinlichkeit für Temperaturen unter 0°C bei etwa 15%, bis Ende November besteht die Gefahr für Frost unter -5° bei 10%. erst ab 1. Dezember haben wir mit ernsthaftem Frost zu rechnen (gemessen in 2m über dem Erdboden). Das bedeutet, dass z.B. die Mini-Alpenveilchen vermutlich den ganzen Dezember im Freien bleiben können, denn sie vertragen -5°C. Das gleiche gilt für Oleander bzw. Citrusgewächse. Aber selbst für Geranien reicht es um diese Zeit meistens, nur eine leichte Decke für Nächte mit Frostgefahr bereit zu legen.

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